
Du kannst leise Passagen aus Audioregionen im Fenster „Stille entfernen“ entfernen. Der grundlegende Ablauf ist einfach: Alle Amplitudenwerte unterhalb eines Schwellenwerts werden entfernt und aus den verbleibenden Passagen werden neue Regionen erstellt.

Das Fenster „Stille entfernen“ enthält die folgenden Parameter:
Schwellenwert: Hier definierst du den Amplitudenpegel, der von einer Passage überschritten werden muss, um als Region definiert zu werden. In Bezug auf die Anzahl und Länge der Regionen ist das der wichtigste Parameter. Allgemein gilt: Ein hoher Schwellenwert führt zu zahlreichen kurzen Regionen. Bei niedrigeren Werten werden weniger, dafür aber größere Regionen erzeugt.
Mindestdauer für Stille: Hier definierst du die Dauer, für die ein Abschnitt unter dem Schwellenwert liegen muss, bevor er als Stille interpretiert wird. Bei sehr niedrigen Werten nimmt die Anzahl der Regionen zu, da nun auch kurze Abfälle in der Amplitude als Stille interpretiert werden. Durch höhere Werte verhinderst du, dass Audioabschnitte mit Lautstärkeschwankungen zu häufig unterteilt werden.
Pre-Attack-Zeit: Hier kannst du zu Beginn aller Regionen, die du mit der Funktion „Stille entfernen“ anlegst, einen Vorlauf erzeugen. Bei höheren Schwellenwerten verhinderst du auf diese Weise, dass Amplitudenwerte, die eine langsamere Attack-Phase aufweisen, abgeschnitten werden. Diese Funktion empfiehlt sich für nicht-perkussives Material wie Vocals, Streicher usw. Dabei sind Überlappungen erlaubt: Der vorgezogene Startpunkt einer Region kann in das Ende der vorherigen Region hineinragen, sofern der Schwellenwert nicht überschritten wird. Die Pre-Attack-Zeit hat keinen Einfluss auf die Ankerposition, was bedeutet, dass die absolute Position der Audiodaten (im Projekt) erhalten bleibt.
Post-Release-Zeit: Hier legst du eine automatische zusätzliche Ausklingzeit für die Endpunkte aller Regionen fest, wodurch ein abruptes Abschneiden von Klängen vermieden wird, die länger ausklingen (vor allem wenn du einen hohen Schwellenwert eingestellt hast; z. B. bei Becken, offenen Hi-Hats, Snares mit langen Hallfahnen, Stimmen usw.) Dieser Parameter lässt keine Überschneidungen zu. Das bedeutet, dass die Regionsendpunkte nicht in den Startpunkt der nachfolgenden Region hineinreichen dürfen. Die Post-Release-Zeit hat keinen Einfluss auf die Ankerposition, was bedeutet, dass die absolute Position der Audiodaten (im Projekt) erhalten bleibt.
Nulldurchgänge suchen: Aktiviere dieses Markierungsfeld, um die Start- und Endpunkte der Regionen automatisch auf die nächsten Nulldurchgänge in der Wellenform einrasten zu lassen.
Klicke in der Übersicht „Projektaudio“ bei gedrückter Taste „ctrl“ auf eine Audioregion und wähle „Stille entfernen“ im Kontextmenü.
Lege im Fenster „Stille entfernen“ die gewünschten Parameter fest.

Hinweis: In Abhängigkeit von dem in der Audiodatei enthaltenen Material können alle Parameter sich auf die Anzahl und Aufteilung der Regionen auswirken. Probiere verschiedene Werte aus, um herauszufinden, mit welchen Werten du die besten Ergebnisse erzielst. Die Grafikanzeige der Region wird aktualisiert und zeigt die Auswirkungen deiner Änderungen.
Klicke auf „OK“.
Wenn du eine Region ausgewählt hast, die im Bereich „Spuren“ verwendet wird, wirst du in einem Dialogfenster gefragt, ob du die Region im Bereich „Spuren“ durch die neuen Regionen ersetzen möchtest.
Führe einen der folgenden Schritte aus:
Region im Bereich „Spuren“ durch Regionen ersetzen, die mit der Funktion „Stille entfernen“ erzeugt wurden: Klicke auf „Ersetzen“ oder drücke den Zeilenschalter. Dadurch ist sichergestellt, dass das relative Timing der einzelnen Audiosegmente erhalten bleibt.
Regionen nur in der Übersicht „Projektaudio“ anzeigen: Klicke auf „Nicht ersetzen“. Du kannst Regionen manuell über die Übersicht „Projektaudio“ hinzufügen.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten für die Funktion „Stille entfernen“ findest du unter Verwendungsmöglichkeiten für die Funktion „Stille entfernen“.